Nutzt du Pinterst bereits für dein Business? In vielen Nischen wird die Plattform zunehmend relevanter und zählt mittlerweile neben Google zu einer der größten Suchmaschinen. Viele stecken eine Menge Zeit und Mühe in diese Plattform, jedoch bleibt der Erfolg nicht selten aus. Ich zeige dir, was die 5 häufigsten Fehler auf Pinterest sind und wie du sie vermeiden kannst.

1. Deine Grafiken sind schlecht

Auch wenn es ziemlich banal klingen mag, ist es dennoch einer der häufigsten Fehler, die Pinterest-Anfänger machen: Die Inhalte sind einfach nicht gut genug. Pinterest ist nun mal eine visuelle Plattform und deshalb sind deine Grafiken das A und O. Es reicht dabei nicht aus, wenn deine Bilder einfach nur scharf genug sind. Sie müssen gleichzeitig auch gut belichtet sein und dem Nutzer direkt ins Auge stechen. Wenn Nutzer durch die Chronik scrollen, klicken sie natürlich die Pins an, die auf den ersten Blick besonders attraktiv wirken. Am besten performen Pins, die unterschiedliche Farben aufweisen und einen schönen Vordergrund inklusive ca. 30 % Hintergrund aufweisen.

Zudem sollten Nutzer auf den ersten Blick erkennen können, um was es auf dem gezeigten Pin geht. Wenn dein Pin also beispielsweise zu einem interessanten Artikel führt, dann solltest du die Überschrift des Artikels in einem kleinen Textfeld im Pin integrieren. Nicht zu unterschätzen ist außerdem das richtige Format. Es hat sich gezeigt, dass Pins im Hochformat wesentlich besser funktionieren als Pins im Querformat. Favoriten sind hierbei die Formate 2 x 3 oder 4 x 5. Gerade bei der mobilen Nutzung der Pinterest-App werden diese besser angezeigt, doch auch auf der Desktop-Version bekommen diese Pins mehr Aufmerksamkeit, da sie im Feed mehr Platz einnehmen.

[et_bloom_inline optin_id=”optin_2″]

2. Du pinnst zu selten oder zu unregelmäßig

Der zweit größte Fehler ist, dass Pinterest-Anfänger zu selten oder vor allem zu unregelmäßig pinnen. Die Plattform unterliegt wie viele andere auch einem bestimmten Algorithmus. Dieser fordert, dass du regelmäßig, viel und zu den richtigen Uhrzeiten pinnst. Es reicht also nicht, wenn du dich einmal in der Woche hinsetzt und ein paar Grafiken pinnst. Auch wenn es nach viel Arbeit klingen mag – der Pinterest-Algorithmus fordert, dass du täglich (!) pinnst und das bestenfalls über den Tag verteilt.

10 Pins am Tag sind dabei das Minimum. Wie hoch die genaue Anzahl deiner Pins sein sollte, ist bisher noch nicht eindeutig klar und scheint bei jedem Nutzer zu variieren. Manche pinnen 10 Pins täglich und erreichen damit ein großes Wachstum. Andere erfolgreiche Pinterest-Nutzer schwören darauf, täglich mindestens 30 oder gar 50 neue Pins zu erstellen oder zu repinnen. Wie viele Pins du in deiner Nische pinnen musst, um erfolgreich zu werden, musst du also individuell für dich austesten.

Fakt ist aber, dass du täglich über den Tag verteilt pinnen solltest. Glücklicherweise gibt es mittlerweile spezielle Software-Programme, sodass deine Pins automatisch gepinnt werden. Das bedeutet, dass es also ausreicht, wenn du dich einmal in der Woche hinsetzt und dir relevante Pins zusammensuchst oder erstellst. Die Software pinnt diese Pins dann im Laufe der Woche nach und nach an deine Boards, und zwar zu den besten Uhrzeiten, also dann, wenn die meisten Nutzer online sind. Ebenfalls wichtig ist das richtige Verhältnis zwischen eigenen und fremden Pins.

Da du mindestens 10 Pins pro Tag teilen musst, müsstest du jede Woche 70 Pins erstellen, um dieser Anforderung nachzukommen. Das wird dir höchstwahrscheinlich viel zu viel sein, weshalb du natürlich auch fremde Pins repinnen darfst. Dem Algorithmus kann das sogar sehr nützlich sein, vor allem dann, wenn du Pins anderer Nutzer repinnst, die viral werden. Dadurch werden auch deine eigenen Pins besser promoted. Empfehlenswert ist es 80% eigene Pins und 20% fremde pins zu pinnen, geringe Abweichungen sind aber okay.

Mit dem Tool Tailwind kannst du das pinnen und planen deiner Pins automatisieren.

3. Du fokussiert dich nicht auf deine Zielgruppe

Ebenfalls einer der größten Fehler auf Pinterest ist, dass du dich nicht auf deine Zielgruppe fokussierst. Wenn du erfolgreich werden möchtest und das Ganze nicht nur zum Spaß machst, dann solltest du überlegen, was deine Zielgruppe sehen möchte. Es geht also nicht darum, was dir persönlich gefällt oder was dich anspricht, sondern was deine Zielgruppe anspricht und was für diese relevant ist. Viele Anfänger kennen ihre Zielgruppe nicht mal richtig und pinnen somit einfach drauf los. Überlege dir also genau, wie sich die Besucher deiner Pinterest-Seite definieren und was diese interessiert.

Daraufhin richtest du dann nicht nur deine Pins, sondern auch dein Profil an sich und insbesondere die Gestaltung deiner Pinnwände aus. Es sollte sich daraus ein einheitliches Bild ergeben, sodass Besucher genau wissen, was sie bei dir erwarten können. Aus diesem Grund solltest du dir eine möglichst enge Nische suchen und nicht zu breite Inhalte pinnen. Wenn du beispielsweise Food-Blogger bist und deine Follower mit neuen Rezepten inspirierst, dann pinne auf deinen Boards nicht zusätzlich Bilder von Fashion-Outfits oder von Reisen, sondern bleib bei deinem Thema. Pinne auf deinen Boards auch keine Inhalte, die ausschließlich dich selbst interessieren und eigentlich nichts mit deinem Business-Thema zu tun haben. Für diese Inhalte kannst du entweder eine geheime Pinnwand verwenden oder dir einfach einen zweiten Account zulegen, den du dann ganz privat nutzen kannst.

4. Du nutzt nicht die richtigen Keywords

Keywords werden häufig unterschätzt, obwohl sie so viel Einfluss auf deinen Erfolg haben. Viele Anfänger machen den Fehler, dass sie entweder die falschen oder weitaus häufiger einfach gar keine Keywords verwenden. Du musst wissen, dass Pinterest eine Suchmaschine ist und damit ähnlich wie google funktioniert. Die Nutzer geben bestimmte Suchbegriffe in die Taskleiste ein und der Pinterest-Algorithmus sucht darauf hin die passenden Inhalte. Da dieser Algorithmus genau wie bei google nicht erkennen kann, was auf bestimmten Grafiken zu sehen ist, orientiert er sich an Keywords. Diese sind deshalb wichtiger denn je, um deine Pins für andere Nutzer sichtbar zu machen.

Die Verwendung von Keywords fängt übrigens schon bei deiner Profilbeschreibung an, wo du bereits relevante Keywords zu deinem Thema verwenden solltest. Auch beim benennen deiner Pinnwände solltest du relevante Wörter verwenden. Gleiches gilt dann sowohl bei der Überschrift, als auch bei der Beschreibung deiner Pins. Hilfreich ist es hierbei, wenn du “rückwärts” denkst und dich fragst, welchen Suchbegriff Nutzer eingeben würden, die deinen Pin finden? Beispiel: Dein Pins zeigt vegane Kekse und führt zu einem Rezept, wie man diese veganen Kekse selber backen kann. Wonach würden Nutzer suchen, die sich für das Rezept interessieren würden? Vermutlich würden sie als Suchbegriff “Rezepte vegane Kekse” oder Ähnliches eingeben, nicht aber “Melanies Backstube für natürliche Leckereien Rezept”. Sei also nicht spezifisches, sondern verwende relevante Keywords, die Nutzer, die dich nicht kennen, als Suchbegriffe eingeben würden.

5. Du hast keine Geduld

Der letzte Fehler, vor dem ich dich gerne warnen möchte, ist das zu frühe Aufgeben. Viele haben einfach nicht genügend Geduld und geben viel zu schnell auf. Es ist ganz normal, dass der Aufbau eines profitablen Pinterest-Marketings Zeit braucht. Auch bei den erfolgreichsten Nutzern hat es mindestens 3 bis 6 Monate gedauert, bis sich der erste Erfolg zeigte. Mach dir also keinen Druck und werde dir darüber bewusst, dass Erfolg nicht von heute auf morgen geschieht. Konzentriere dich darauf, auf Pinterest regelmäßig aktiv zu sein, setze die oben genannten Tipps um und vertraue darauf, dass der Erfolg früher oder später kommen wird.

shares