Es existieren viele Wege Geld zu sparen und Geld auszugeben. Wer sich frühzeitig mit seinen Finanzen beschäftigt, dem steht der Weg zu finanziellen Freiheit offen. Hierbei sind natürlich Einnahmen und Ausgaben wichtige Faktoren. Entscheidend ist allerdings, den Überblick und die Kontrolle über das eigene Vermögen zu behalten.

Eine Möglichkeit diese Kontrolle aufrechtzuerhalten ist das 7 Konto Modell, welches im Folgenden näher betrachtet wird. Die Kunst des Geld Sparen besteht auf der einen Seite Einnahmen zu erhöhen und Ausgaben zu reduzieren. Generell werden als Einnahmen in erster Linie das Einkommen betrachtet. Weiterhin können passive Einkommen durch intelligente Investitionen Einnahmen erzielen. Auf der Seite der Ausgaben stehen Fixkosten, wie Miete, Versicherungsbeiträge usw. und Flex Kosten, wie der Kinobesuch oder das siebte T-Shirt in einem Monat.

Das 7 Konto Modell dient in erster Linie für alle Bereiche Limits zu setzen und das Geld Sparen zu erleichtern. Hierbei gibt es diverse unterschiedliche Bezeichnung aller Konten und kleinere Unterschiede. Zusammenfassend verfolgen aber alle Varianten das gleiche Ziel – Die Schulung des Umgangs mit Geld.

Folgende 7 Konten werden in diesem Modell genutzt und können unter Umständen von anderen Varianten etwas abweichen. Grundlage davon ist, dass sämtliche Einnahmen zu einem bestimmten Prozentwert auf die 7 Konten aufgeteilt werden.

Lebenshaltungskonto (40% der Einnahmen)

Das Lebenshaltungskonto ist das größte Konto in dem Modell. Dies beinhaltet vorwiegend die Fixkosten, wie Miete, Versicherungsbeiträge, Internetgebühren, Handyverträge usw. Erfahrungen zu Folge existiert in diesem Bereich das größte Einsparpotential. Als Spartipp gilt: Überprüfe bestehende Verträge und vergleiche neu. Beispielsweise kann durch das Wechseln von Strom- und Gasanbietern, oder Handyanbieter enorme Kosten eingespart werden. Weiterhin gilt es Abonnements zu hinterfragen. Ist Amazon Prime, Sky, Netflix und Maxdome wirklich alles nötig oder kann auf das ein oder andere verzichtet werden.

Diese Fixkosten fallen zudem erst über die lange Dauer ins Gewicht. Ein Kostenunterschied von 15 Euro im Monat beim Handyvertrag klingt erstmals nicht viel. Über 5 Jahre sind das aber 900 Euro.
Als Richtwert kann man für das Lebenshaltungskonto 40% der Einnahmen verplanen, sollte aber nicht mehr betragen.

Investmentkonto (10% der Einnahmen)

Das Investmentkonto ist das wohl spannendste und auf lange Sicht ein sehr wichtiges Konto. Dieses Konto dient für das Investieren in diverse Anlagemöglichkeiten wie Aktien, Immobilien usw. Entscheidend ist, dass dieses Konto nicht für andere Ausgaben genutzt wird, da sich Anlagen wie Aktien meist erst über einen längeren Anlagezeitraum rentieren.

Wer bei den anderen Konten einspart, kann hier mehr investieren und den Weg zur finanziellen Freiheit schneller bestreiten.

Bildungskonto (10% der Einnahmen)

Das Bildungskonto dient zur Investition in das Humankapital. Wer in seiner Firma aufsteigen will, muss sich weiterbilden. Durch bessere Qualifikationen werden höhere Gehälter und damit Einnahmen erzielt. Dieses Konto trägt somit wesentlich zur Stellschraube der Einnahmen bei.

Vergnügungskonto (10% der Einnahmen)

Wer spartanisch lebt, ist oft nicht glücklich. Auch wer am Ende seines Lebens reich ist, kann unter Umständen gar nicht richtig gelebt haben. Vergnügen und Spaß gehören zum Leben dazu. Kinoliebhaber müssen ins Kino gehen dürfen, Fußballliebhaber müssen sich das Ticket fürs Stadion leisten dürfen. Entscheidend ist, festzustellen, was einen glücklich macht. Oftmals ist weniger mehr. Dies ist eine individuelle Frage, die sich jeder selbst stellen muss.

Spendenkonto (10% der Einnahmen)

Das Spendenkonto umfasst mehr als nur die klassische Spende. Es muss nicht zwingend die Spende bei einer Organisation sein, sondern es kann auch das kleine Geschenk für eine Person sein, die in einer misslichen Lage ist. Freude zu bereiten und Hilfe zu leisten ist für das eigene Wohlbefinden existenziell.

Visionskonto (10% der Einnahmen)

Dieses Konto umfasst mehrere Bereiche, die teilweise in die anderen Konten eingreifen. Zu betrachten ist es als das Konto für Wünsche, die teuer sind und dementsprechend lange dafür gespart werden muss. Dabei ist es irrelevant, ob es das besondere Auto oder die Weltreise ist.

Generationskonto (10% der Einnahmen)

Das Generationskonto dient zur finanziellen Absicherung der Familie und sollte sicher angelegt sein. Einen guten finanziellen Start in das eigene Leben kann sehr hilfreich sein. Dementsprechend sollte immer ein Teil der Einnahmen für die Familie zurückgelegt werden. Dies dient demnach auch zur Vermögensbildung des gesamten Haushalts.

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